Dienstag, 13. Juli 2010
Montag, 12. Juli 2010
Donnerstag, 8. Juli 2010
Mittwoch, 7. Juli 2010
Montag, 28. Juni 2010
hier mal die bühnengröße im 73 in Hamburg,
wies scheint 4m x 2,75m:

wer noch mehr fotos angucken will guckt hier:
http://www.dreiundsiebzig.de/raumangebot.html
wir spielen doch im anbau oder? steht so im Programm
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Freitag, 25. Juni 2010
Mittwoch, 16. Juni 2010
Boring
Saturday Night
We look alright
We're going out
Boring.
Paris, France
Londontown
NYC
Boring.
Nothing thrills us
Anymore
No one kills us
Anymore
Life is such a chore
When it's….
Boring
Sexy boy
Girl on girl
Manage trois
Boring.
Marijuana
Cocaine
Heroin
Boring.
Nothing thrills us
Anymore
No one kills us
Anymore
Life is such a chore
When it's….
Boring
Galliano
Donatella
Dolce & Gabbana
Boring.
Caviar
Escargot
Dom Perignon
Boring.
Love of my life
Bear your child
Everything I've ever wanted
Boring.
Nothing thrills us
Anymore
No one kills us
Anymore
Life is such a chore
When it's….
Boring
(when it's boring)
Nothing thrills us
Anymore
No one kills us
Anymore
Life is such a chore
When it's….
Boring
Brillen
Montag, 7. Juni 2010
Dienstag, 1. Juni 2010
Samstag, 22. Mai 2010
Freitag, 21. Mai 2010
Montag, 17. Mai 2010
Bibel
Ich find ja Bibel Zitate interessant...na ja.
"Sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Unzucht getränkt alle Völker." - Neues Testament: Offenbarung 14, 8
Dieser Text wurde in der Predigt zur Einweihung der Frauenkirche am 30.10.2005 verwendet:
"Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. 3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. 4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. 5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu."
"Sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Unzucht getränkt alle Völker." - Neues Testament: Offenbarung 14, 8
Dieser Text wurde in der Predigt zur Einweihung der Frauenkirche am 30.10.2005 verwendet:
"Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. 3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. 4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. 5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu."
Textauszug aus "Die Fahrt"
Manchmal erinnerte er sich an früher wie an einen schlechten Film, den er vor langem gesehen hatte. An die fröstelnde Anstrengung, sein Leben aktiv zu gestalten. Dieses erniedrigende Gefühl, einen sonnigen Tag nicht zu Hause verbringen zu dürfen, weil eventuell draußen etwas passieren könnte. Sich mit Tausenden an den wenigen Grünplätzen versammeln zu müssen, die die Abwesenheit von Natur nur viel deutlicher machten. vorbei an den ockerfarbenen Mehrfamilienhäusern, die weitgehend alles Behagliche in der Stadt vertrieben hatten, des Nachts unsicher in Bars stehen, voller Angst, dass einer einen ansprechen könnte, was natürlich nichtpassierte.
Frank wohnte in Berlin, da spricht keiner einen an, wenn es nicht darum geht, ihn auszurauben, und selbst dann begnügt man sich mit wenigen Worten. Es war nie etwas Außerordentliches geschehen in den Jahren der Unruhe. Keines der Versprechen, die das Leben ihm scheinbar gegeben hatte, war eingelöst worden. Die Menschen, die er in Bars kennenlernte, verloren unter Tags ihren Reiz. Doch meist waren sie einfach nur verschwunden, irgendwo in dieser großen Stadt. Frank konnte heute verstehen, dass Berlin gemeinhin als wenig anziehend galt, denn die Stadt war definitiv eine äußerst hässliche Angelegenheit. Keiner hätte geglaubt, dass dieser Klumpen eingezäunten Drecks jemals wieder so etwas wie eine Metropole werden konnte. Nun war es eine, mit all den dazugehörigen Luxusläden, Kiezen, Parallelwelten, die sich nicht berührten. Es gab ein paar ästhetisch ansprechende Orte, doch hielten die sich immer so weit entfernt von einem selbst auf, dass man sie nie aufsuchte.
Das macht man doch nicht, mal eben eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, um ein letztes Bier zu trinken. So grenzten die Menschen mit zunehmenden Alter ihren Radius ein, gewöhnten sich an die Kneipen, Läden, Grünflecken in ihren Vierteln, die nicht größer waren als ein Dorf. Vermutlich sind die Menschen von jeder Ansiedlung, die die Größe einer Kleinstadt überschreitet, überfordert.
Frank wohnte in Berlin, da spricht keiner einen an, wenn es nicht darum geht, ihn auszurauben, und selbst dann begnügt man sich mit wenigen Worten. Es war nie etwas Außerordentliches geschehen in den Jahren der Unruhe. Keines der Versprechen, die das Leben ihm scheinbar gegeben hatte, war eingelöst worden. Die Menschen, die er in Bars kennenlernte, verloren unter Tags ihren Reiz. Doch meist waren sie einfach nur verschwunden, irgendwo in dieser großen Stadt. Frank konnte heute verstehen, dass Berlin gemeinhin als wenig anziehend galt, denn die Stadt war definitiv eine äußerst hässliche Angelegenheit. Keiner hätte geglaubt, dass dieser Klumpen eingezäunten Drecks jemals wieder so etwas wie eine Metropole werden konnte. Nun war es eine, mit all den dazugehörigen Luxusläden, Kiezen, Parallelwelten, die sich nicht berührten. Es gab ein paar ästhetisch ansprechende Orte, doch hielten die sich immer so weit entfernt von einem selbst auf, dass man sie nie aufsuchte.
Das macht man doch nicht, mal eben eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, um ein letztes Bier zu trinken. So grenzten die Menschen mit zunehmenden Alter ihren Radius ein, gewöhnten sich an die Kneipen, Läden, Grünflecken in ihren Vierteln, die nicht größer waren als ein Dorf. Vermutlich sind die Menschen von jeder Ansiedlung, die die Größe einer Kleinstadt überschreitet, überfordert.
Sibylle Berg - Die Fahrt
Aus diesem wunderbaren Werk können wir bestimmt ein paar Textstellen klauen.
"Getrieben sind sie alle, die Figuren in Sibylle Bergs neuem Buch, einem Reiseroman. Ruhelos fahren die einen an exotische Orte, auf der Suche nach einem kleinen bisschen Glück. Oder Sinn oder Abwechslung. Hauptsache, etwas passiert. Die anderen haben keine Wahl und müssen bleiben, wo sie sind. Wo auf der Welt kann der Mensch glücklich sein?
Heimat gibt’s nicht mehr. Heimat ist für Menschen, die in Bergdörfern aufgewachsen sind, dort wo man alle kennt, auch die Tiere und wo man statt ins Kino Sonnenuntergang schauen geht. Für alle anderen, also für die meisten, stellt sich die Frage immer wieder neu: gehen oder bleiben? Bleibe ich in meinem blöden Berliner Leben hocken oder suche ich das Glück in Sri Lanka, Rio de Janeiro, Shanghai oder Tel Aviv?
Die Figuren in Sibylle Bergs Roman machen sich auf die Reise. Glückssucher sind sie alle. Nur was sie zu ihrem Glück brauchen, ist höchst unterschiedlich.
Noch nie hat Sibylle Berg in ihrem literarischen Werk eine solche Vielzahl und Vielfalt von Menschenschicksalen in den Blick genommen. Bekannt als Meisterin in der Schilderung der Abgründe im mitteleuropäischen Wohlstandsmenschen, besticht sie in Die Fahrt durch ihre messerscharfe Beobachtung der sozialen Realitäten an verschiedenen Orten der Welt. Wir treffen auf Peter, einen alten Hippie, der als Hotelbesitzer fast im Tsunami ertrinkt, auf Miki, die als Glücksritterin in der Filmindustrie landet oder auf Parul aus Bangladesh, die den ganzen Tag Steine klopft, um ihrer Familie die Slumhütte zu finanzieren.
Sibylle Berg ist zur Recherche für ihren großen neuen Roman selbst in viele Winkel der Welt gereist. Vor dem Hintergrund der verschiedenen Lebensverhältnisse stellt sie die Frage: Wie entstand die aberwitzige Idee des Individuums, ein Individuum sein zu wollen? Mit allen dazugehörigen Individuumsansprüchen? Glücklich sein zu wollen, zum Beispiel."
"Getrieben sind sie alle, die Figuren in Sibylle Bergs neuem Buch, einem Reiseroman. Ruhelos fahren die einen an exotische Orte, auf der Suche nach einem kleinen bisschen Glück. Oder Sinn oder Abwechslung. Hauptsache, etwas passiert. Die anderen haben keine Wahl und müssen bleiben, wo sie sind. Wo auf der Welt kann der Mensch glücklich sein?
Heimat gibt’s nicht mehr. Heimat ist für Menschen, die in Bergdörfern aufgewachsen sind, dort wo man alle kennt, auch die Tiere und wo man statt ins Kino Sonnenuntergang schauen geht. Für alle anderen, also für die meisten, stellt sich die Frage immer wieder neu: gehen oder bleiben? Bleibe ich in meinem blöden Berliner Leben hocken oder suche ich das Glück in Sri Lanka, Rio de Janeiro, Shanghai oder Tel Aviv?
Die Figuren in Sibylle Bergs Roman machen sich auf die Reise. Glückssucher sind sie alle. Nur was sie zu ihrem Glück brauchen, ist höchst unterschiedlich.
Noch nie hat Sibylle Berg in ihrem literarischen Werk eine solche Vielzahl und Vielfalt von Menschenschicksalen in den Blick genommen. Bekannt als Meisterin in der Schilderung der Abgründe im mitteleuropäischen Wohlstandsmenschen, besticht sie in Die Fahrt durch ihre messerscharfe Beobachtung der sozialen Realitäten an verschiedenen Orten der Welt. Wir treffen auf Peter, einen alten Hippie, der als Hotelbesitzer fast im Tsunami ertrinkt, auf Miki, die als Glücksritterin in der Filmindustrie landet oder auf Parul aus Bangladesh, die den ganzen Tag Steine klopft, um ihrer Familie die Slumhütte zu finanzieren.
Sibylle Berg ist zur Recherche für ihren großen neuen Roman selbst in viele Winkel der Welt gereist. Vor dem Hintergrund der verschiedenen Lebensverhältnisse stellt sie die Frage: Wie entstand die aberwitzige Idee des Individuums, ein Individuum sein zu wollen? Mit allen dazugehörigen Individuumsansprüchen? Glücklich sein zu wollen, zum Beispiel."
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